Estrich und Hohlraumtrocknung

Um schneller die Bodenbeläge wie Teppich, Parkett und Fliesen verlegen zu können, benötigt man einen trockenen Boden.
Unsere Methode, Dämmschichten unter dem Estrich zu trocknen, beruht auf dem Prinzip der kontrollierten Luftzirkulation. Die feuchte Umgebungsluft wird von der Kondenstrockenanlage angesaugt und getrocknet. Diese verdichtete, trockene Luft wird durch das zu trocknende Bauteil gepresst. Die feuchte Luft entweicht nun durch die Dehnungsfugen oder die Entlastungsbohrlöcher. Der Kondenstrockner entfeuchtet nun wiederrum diese entweichende Luft und die Feuchtigkeit wird durch einen Schlauch nach außen geleitet. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis laut der Messungen der Umgebungsluft die vollständige Trockenheit erreicht wurde. Der natürliche Trocknungsprozess wird also um ein Vielfaches beschleunigt, was für Sie bedeutet, dass Sie um so schneller Fliesen, Parkett oder Teppichboden auslegen können.

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Anhydrit-Estrich

Anhydrit – Estriche neigt nach 2-4 Wochen Dauerfeuchtigkeit zum Verfall, und sind dann nicht mehr zu sanieren.
Mit der Trocknung muss unverzüglich begonnen werden solange die Festigkeit noch vorhanden ist und keine Zersetzung eingesetzt hat.
Nach dieser Frist wird der Anhydritestrich weich und unbrauchbar und muss ersetzt werden.

Zementestrich

Zementestriche sind relativ feuchteresistent. Durch die unter dem Estrich vorhandene Feuchtigkeit können weitere kostspielige Folgeschäden an der Dämmung und im Bereich der Wände entstehen.
Wenn die Feuchtigkeit längere Zeit unter dem Estrich steht, macht sich dieses durch Modergeruch bemerkbar. Daraus resultierend können sich Schimmelpilze bilden.
Nach ca. 6 Monaten beginnt das Wasser an zu faulen und eine starke Geruchsbelästigung tritt auf. In den Wandbereichen muss aufgrund der Aufsteigenden Feuchtigkeit der Putz abgeschlagen werden.
Nach einer Trocknung ist der Estrich wieder voll funktionsfähig. Evtl. Risse können problemlos mit EP-Harzen vergossen werden.

mineralische Dämmstoffen

Durch die Feuchteeinwirkung fallen mineralische Dämmstoffe nach Stärke des Materials bereits innerhalb weniger Tage bis Wochen zusammen und verlieren in der Folge Ihre ursprünglichen Dämm- und Isolationseigenschaften.
Deshalb sollte nach einem Wasserschaden schnellstens mit der technischen Trocknung der Dämmschichten und des Estriches begonnen werden.

Betonböden und Sichtbetonwänden

Aufgrund ihres Kapilargefüges nehmen diese Baustoffe nicht viel Feuchtigkeit auf.
Eine Trocknung ist nur dann sinnvoll, wenn Gips, – oder andere nicht feuchtigkeitsverträgliche Putze aufgebracht werden sollen.

Steinböden, Klinker, Mamor, Naturstein

Steinböden, Klinker, Mamor, Naturstein etc. können in aller Regel erhalten werden.

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Es können sich jedoch bei Mamor und Travertin nach zu langer Feuchtigkeitseinwirkung aufgrund aufsteigender Feuchtigkeit verschiedene Kalksubstanzen und Säuren lösen und zu Ausblühungen, Zersetzungen und Verfärbungen im Naturstein führt.
Des weiteren sind verschiedene Bindemittel, welche im Kleber enthalten sind auf längere Dauer nicht wasserbeständig und in der Folge lösen sich mit der Zeit die Platten vom Estrich.
Durch eine rechtzeitige künstliche Trocknung können in vielen Fällen kostspielige Folgeschäden vermieden werden
Verfärbungen sowie mineralische Ausblühungen an der Oberfläche währen der Trocknungsphase können durch den Einsatz von Vakuumverdichtern vermieden werden.

Spanplatten, OSB-Platten

Die im Wohnungsbau Platten(Span-OSB) sind in aller Regel nicht wasserfest. Diese Bodenplatten werden mit Nut und Feder verlegt. In diesen Bereichen sind die Platten nicht versiegelt und somit nicht gegen Wasser geschützt.

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Bei einem Feuchtigkeitsschaden dringt das Wasser in diesen Bereichen ein. Selbst eine sofort eingeleitete Trocknung kann dieses nicht immer verhindern
Die Platten gehen an den Nähten auf. Diese Mängel lassen sich in den seltesten Fällen durch Schleifen oder Spachteln beheben.
Bei länger einwirkender Feuchtigkeit quellen die Platten auf der ganzen Fläche auf und können vom Untergrund abreissen.
Bodenbeläge wie z.B. Teppich oder Kunststoffbeläge müssen entfernt werden da starkes Schimmelwachstum einsetzten kann.

Parkett

Stäbchenparkett ist sehr empfindlich gegen Wasser. Die schmalen Stäbe sind an den Seiten offen und unbehandelt, die Versiegelung ist nur oberflächlich. Zieht Feuchtigkeit in diese Fugen, so quillt der Stab innerhalb von wenigen Stunden. Dort löst sich das verklebte Parkett vom Estrich und kann nur noch entsorgt werden. Weniger beschädigte Flächen, deren Verklebung noch intakt ist, müssen neu geschliffen werden.
Ist Parkett im Fischgrätenverbund verlegt und fest auf dem Estrich verklebt, so kann es zwar nach einem Wasserschaden auf dem Untergrund haften bleiben. In jedem Falle wird es aber in eine oder zwei Richtungen stark wachsen.
Wenn das Parkett schwimmend verlegt ist, dann wird es ebenfalls stark schüsseln und wachsen, vom Boden abheben und sich an manchen Stellen bis zu 50-60 cm sich hoch auftürmen.
Vielfach verfärbt sich das Holz unterhalb der Versiegelung dunkel oder es wächst Schimmelpilz im Holz.